Statistik

14 10 2010

Hier ist sie nun, die offizielle Statistik zu unserer Reise. Alle Angaben ohne Gewähr ;-)

Gesamtdauer: 48 Tage

Entfernung: 11322 Kilometer
Durchschnittsstrecke: 235,875 Kilometer pro Tag

Benzinmenge: 1088,10 Liter
Benzinkosten: 1192,24 Euro
Durchschnittsverbrauch: 9,61049 Liter pro 100 Kilometer
Anzahl der Tankstopps: 24

Anzahl der Grenzübertritte: 20
Davon mit Passkontrolle: 11

Anzahl Kontinente: 2
Bereiste Städte und Sehenswürdigkeiten: 23

Anzahl Fotos: 1331

Zahlungseinheiten, die sich von den Konten verflüchtigt haben: 477926 Cent





Wieder zu Hause

26 09 2010

Heute sind wir nach sieben Wochen Reisedauer gegen 15:30 Uhr wieder in Berlin angekommen. Seit wir am Mittwoch in Israel aufgebrochen sind haben wir keine größeren Pausen mehr gemacht und sind auf direktem Weg zurückgefahren. Damit haben wir in fünf Tagen stolze 4098 km zurückgelegt, was dann so ziemlich der direkten Entfernung zwischen dem See Genezareth und Berlin Friedrichshain entspricht. Auf der Strecke haben wir neun Grenzen überquert (Israel – Jordanien – Syrien – Türkei – Bulgarien – Serbien – Ungarn – Slowakei – Tschechien – Deutschland).

Beim Einfahren in Berlin hatten wir 140448 km auf dem Tacho. Gestartet sind wir am 9. August bei 129126 km. Das ergibt 11322 km. Unser Auto hat uns nicht im Stich gelassen! Keine einzige Panne oder sonstige Mucken, auch nicht bei brütender Wüstenhitze, schlaglochlastigen Straßen, kräftezehrenden Bergfahrten oder auffahrwütigen Polizisten. Jetzt sollten wir aber mal einen Ölwechsel machen und die Bremsen erneuern.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle,
die uns diese Reise überhaupt ermöglicht haben,
die uns bei der Vorbereitung mit Rat, Tat oder Dingen unterstützt haben,
die uns bei dem einen oder anderen Problem während der Reise geholfen haben,
die uns bei sich während der Reise aufgenommen haben,
die mit uns Kontakt gehalten haben,
die unser Blog gelesen haben,
die oft in Gedanken bei uns waren!

Ohne euch wäre das hier nicht möglich und nicht ansatzweise so schön gewesen!

P.S.: Das ist jetzt noch nicht der letzte Eintrag. Es gibt noch das ein oder andere Bild und Video, Berichte und Statistiken, die hier vielleicht noch Eingang finden.





Es geht heimwärts

22 09 2010

Unseren dritten Tag in Jerusalem haben wir fast vollständig im Israel-Museum verbracht, wobei man hier auch mit Leichtigkeit mehrere Tage hätte verbringen können. Am Abend haben wir die Stadt verlassen (gerade rechtzeitig, wenn man das hier liest) und sind Richtung See Genezareth aufgebrochen, den wir tags darauf erreicht haben.

Hier ruhen wir uns am Strand von den zurückliegenden Anstrengungen aus, planen unsere Rückfahrt, füllen unsere Wasservorräte auf und können uns in den Duschen des Campingplatzes mal wieder richtig entkrusten.

Felsendom

Blick auf die Altstadt Jerusalems

Heute sind wir nach dem Aufstehen und Frühstücken endgültig gen Heimat aufgebrochen mit dem ersten Etappenziel Syrien. Die Ausreise aus Israel stellte sich als viel einfacher und zeitsparender heraus als die Einreise. Ebenso verlief die Einreise nach Jordanien problemfrei. Das spannende war nun noch die Einreise nach Syrien, da man hier abgewiesen werden kann, wenn die Grenzer eine vorherige Reise nach Israel feststellen können. Stempelmäßig waren wir durch unsere zwei Pässe gut präpariert. Nur eine intensive Durchsuchung des Autos hätte unter Umständen in Israel gekaufte Lebensmittel hervorgebracht.

Als wir aber gegen 17 Uhr die syrische Grenze erreichen, herrscht dort reger Feierabendverkehr in den wir uns unauffällig einfügen und die Einreise klappt reibungsloser als erwartet.

Nun sind wir wieder in Damaskus, haben alle kritischen Grenzübertritte erfolgreich gemeistert und können jetzt die Kilometer bis nach Hause herunterzählen. Morgen wollen wir Syrien verlassen, und möglichst weit durch die Türkei kommen. Diesmal hoffentlich ohne Dokumentenklau…





Jerusalem

19 09 2010

Wir sind angekommen! Seit gestern sind wir in Jerusalem und haben damit das namentliche Ziel unserer Reise erreicht.

Nachdem wir Tel Aviv am Freitag verlassen haben, übernachten wir an einer Feuerstelle in Landstraßennähe im Schatten eines dort abgestellten Flugzeugwracks. Als wir am nächsten Tag nach Jerusalem fahren ist es dort jedoch nahezu ausgestorben. Zwar sind auf den Straßen jede Menge Menschen sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad unterwegs, doch Autos sind keine weit und breit. Nach kurzem Nachfragen stellen wir fest, dass zu Jom Kippur niemand mit dem Auto fährt. Und als echter Feiertag haben auch alle Geschäfte und sogar Restaurants geschlossen.

Nachdem wir uns einen Parkplatz gesucht haben, streifen wir durch die Altstadt, besuchen die Klagemauer und gehen die Stationen der Via Dolorosa entlang.

Heute sind wir nach dem Besuch des Tempelberges ins Museum in der Davidszitadelle gegangen. Jerusalem ist überwältigend sowohl in historischen als auch religiösen Belangen.

Wir werden voraussichtlich noch einen Tag hier verbringen, dann vielleicht noch einen Strandtag einlegen bevor wir uns dann endgültig auf den Rückweg machen werden. Schließlich wollen wir ja eigentlich Ende September wieder in Deutschland sein…





Jom Kippur

17 09 2010

Nun ist es soweit und wir können es selbst kaum glauben: Wir sind in Israel! Nach einem sehr abenteuerlichen Grenzübertritt vorgestern sind wir erstmal bis Caeserea gefahren und haben nach dem Grenzstress einen Strandtag eingelegt, den wir leider beide mit einem Sonnenbrand bezahlen mussten.

Der Grenzübertritt hat ungefähr 5 Stunden gedauert… die Ausreise aus Jordanien war dabei kein Problem. Auf israelischer Seite mussten wir uns der obligatorischen Sicherheitsbefragung unterziehen, da wir ja in Syrien gewesen sind, und wir mussten das Auto komplett ausräumen und alles durch einen Gepäckscanner schieben. Sogar unser Bettgestell aus Holz musste raus. Das Auto haben sie dann ohne unser Beisein genau unter die Lupe genommen (sogar das Ersatzrad wurde geprüft). Und dann hieß es warten, bis wir die Freigabe für die Einreise und unsere Pässe wieder hatten.

Das wichtigste hat aber auch geklappt: Wir haben sowohl bei der Ausreise aus Jordanien als auch für die Einreise nach Israel (fast) keinen Stempel in die Pässe bekommen. Alles wurde auf extra Papierzettel eingetragen. Nur das Auto wurde in Michas Pass eingetragen, aber auch nur in den zweiten Pass, sodass die Rückreise hoffentlich problemlos klappen sollte.

Gestern sind wir dann nach Tel Aviv gefahren, wo wir auch noch heute sind. Morgen wollen wir nach Jerusalem, um endlich dem Titel unserer Reise und dieses Blogs gerecht zu werden.

Unser Glück mit Feiertagen hat uns auch in Israel nicht im Stich gelassen: Heute und morgen ist Jom Kippur, sodass unser Marsch durch Tel Aviv um zum Museum zu kommen leider nicht mit einem Besuch desselben vollendet werden konnte.





Wadi Rum und wieder Amman

13 09 2010

Unser Weg führt uns von Petra direkt, nach einer geruhsamen aber kalten Nacht am King’s Highway, nach Wadi Rum. Wir fahren bis die Asphaltstraße endet und müssen feststellen, dass unser treuer Ford Galaxy leider doch nicht so geländegängig wie erhofft ist. Den feinen Wüstensand befahren hier nur hochbeinige allradgetriebene Jeeps und unsere Abenteuerlust beinhaltet dann doch nicht, mit dem Auto in einem Sandloch stecken zu bleiben. Wir drehen also um und fahren ein Stück die Straße zurück, bis wir eine alte halbwegs befestigte Parallelstraße finden, die es uns ermöglicht, unser Lager abseits der Siedlung am Fuße eines felsigen Berges aufzuschlagen.

Wir bauen zum ersten Mal unsere Plane auf, die am Auto und an zwei Malerteleskopstangen befestigt wird. Wir setzen uns in den Schatten, lesen und genießen den Ausblick in die Wüste. Am späten Nachmittag finden uns die Kinder des naheliegenden Beduinencamps, die sich glücklicherweise nur als unglaublich nervtötend herausstellen, uns aber nicht mit Steinen bewerfen. Nachdem sie das Interesse an uns verloren haben entschließen wir uns, den anliegenden Berg zu besteigen. Wir werden mit einem fantastischen Ausblick belohnt. Hungrig vom Bergsteigen gibt es am Abend Spargelcremesuppe und Milchreis und viel Tee.

Heute sind wir dann wieder nach Amman gefahren. Am Besucherzentrum in Wadi Rum können wir noch unsere Wasservorräte auffüllen. Angekommen in Amman nehmen wir mit Ahmed Kontakt auf, unser Unfallpolizist, und können ein Treffen für morgen arrangieren. Mal sehen, ob überhaupt und inwiefern wir mit einer Reperatur unseres kaputten Rücklichts rechnen können…





Petra

11 09 2010

Nach unserem Abendessen mit dem Polizisten suchen wir in der Dunkelheit unseren Weg aus der Stadt Amman auf den Desert Highway. Mit etwas Glück und dem Kompass gelangen wir tatsächlich auf den richtigen Weg und fahren bis Al Qatrana, wo wir neben einer Wüstenburg unser Nachtlager aufschlagen. Am morgen darauf können wir mal wieder länger schlafen, da die Burg uns Schatten vor der aufgehenden Sonnen spendet. Das Frühstück wird leider durch den Radau einer steinewerfenden Kindergruppe gestört. Nachdem einige Steine fasst das Auto und uns erwischt haben, Micha bekommt eine Plastikgeschoss aus einer Spielzeugpistole gegen die Nase, entscheiden wir uns, doch eher schnell als geruhsam unseren Rastplatz zu verlassen.

Gegen Mittag erreichen wir Petra. Der Eintritt ist schockierend teuer, wir nehmen trotzdem das Zweitageticket. Immerhin ist eine Führung inbegriffen. Wir lassen uns also von einem netten Führer in einer kleinen Gruppe von sechs Leuten in die Stadt hineinführen und was soll man sagen?! Petra ist einfach umwerfend und den Eintritt auf jeden Fall wert! Ab Oktober beginnt die neue Saison mit bald doppelt so hohen Eintrittspreisen – wir haben also noch Glück gehabt. Am nächsten Tag erkunden wir noch auf eigene Faust die Felsenstadt, begegnen deutschen Archäologen, die gerade mit Ausgrabungen beschäftigt sind und verlassen am Abend erschöpft und überwältigt die umgebende Ortschaft um uns einen ruhigen Stellplatz für die Nacht zu suchen, fernab des Touristentroubels in und um Petra.